Zweiter Fachkongress zum Thema Hybridbau

Beton trifft Holz: immer höher hinaus

Die Gebäude werden höher und höher: Der Hybridbau nimmt in Deutschland weiter an Fahrt auf. Das zeigte auch der Kongress „Beton trifft Holz“ am 21. März im Steigerwald. Die Veranstaltung ist auf dem besten Weg zur Dauereinrichtung. Mit 120 Besuchern – vorwiegend Architekten, Ingenieuren und Holzbauern – waren nahezu doppelt so viele Teilnehmer der Einladung der Dennert Baustoffwelt ins fränkische Handthal gefolgt wie im Vorjahr. Acht Vorträge gaben Einblick in den aktuellen Stand der Entwicklung, in bautechnische Details und den Holzbau im urbanen Kontext.

Warum die Kombination aus Holz und Beton mehr Optionen eröffnet als beispielsweise reiner Massivbau war ein zentraler Aspekt, der sich als roter Faden durch alle Beiträge zog. „Der Hybridbau bietet mehr als die Summe seiner Teile“, bestätigt Christof Wirth, Prokurist des Betonfertigteilspezialisten Dennert Baustoffwelt. Grundlage bildet der Holzskelett- und Rahmenbau, bei dem den Wänden keine tragende Funktion mehr zukommt. Damit kann Holz bei der Gestaltung der Räume in Bereiche vordringen, die sonst dem Massivbau vorbehalten waren. Im Gegenzug lassen Geschossdecken aus Beton größere Spannweiten und Geschosshöhen zu als das bei reinen Holzkonstruktionen der Fall wäre. Sie sind belastbarer, kommen nicht ins Schwingen, weisen bessere Werte bei Lärm- und Brandschutz auf und können sogar zum wohngesunden Heizen und Kühlen genutzt werden. Die Dennert Baustoffwelt hat die Entwicklung im Hybridbau von Anfang an mit begleitet. Speziell dafür hat das Unternehmen die im Massivbau bereits bewährte DX-Decke weiterentwickelt, deren Vorteile der Dennert-Energieexperte Florian Zösch skizzierte: Die darin integrierten Leitungssysteme ermöglichen eine kontrollierte Be- und Entlüftung, bei Heiz-Kühl-Decken sorgen Wasserrohre für die ganzjährig richtige Raumtemperatur. Der Wohnkomfort, der so entsteht, ist weder mit Holz noch mit Beton allein zu erzielen.

Der Frage, wie sich Unterschiede zwischen Hybrid- und Massivbau konkret auf die Planung auswirken, ging Tobias Götz (Pirmin Jung Deutschland) vor allem im Hinblick auf mehrgeschossige Gebäude nach. In Heilbronn beispielsweise entsteht anlässlich der Bundesgartenschau gerade ein zehnstöckiges Hochhaus in Holz-Beton-Bauweise.

Mittels einer Wärmepumpe lässt sich auch im Hybridbau ein fast autarkes Gebäude realisieren, wie Norbert Krumm von Nibe Systemtechnik erläuterte. Ein weiterer wichtiger Baustein zu mehr Energieeffizienz ist eine gedämmte Bodenplatte, die Sebastian Pengler, Ingenieur der Futura Fundamentsysteme, vorstellte. Denn die Behaglichkeit einer Wohnung ist nicht nur von der Temperatur der Raumluft, sondern auch von der Temperatur der umgebenden Flächen abhängig. Ist die Bodenplatte warm und gut gedämmt, kann die Temperatur der Raumluft bis zu zwei Grad abgesenkt werden, ohne dass Bewohner den Unterschied empfinden. Weitere Beiträge drehten sich um Lärm- und Brandschutz oder die richtige Holzbehandlung.

Wurde bei der Premiere von „Holz trifft Beton“ im vergangenen Jahr noch stolz auf siebengeschossige Gebäude verwiesen, konnte Professor Tom Kaden diesmal bereits ein Bürogebäude in der Schweiz mit 15 Etagen vorstellen. Weitere Vorzeige-Projekte des Hybridbaus sind aktuell das zehnstöckige Hochhaus für die Bundesgartenschau in Heilbronn sowie ein Mehrfamilienhaus in Duisburg, Baujahr 1968, das in Hybridbauweise saniert wurde. In der dritten Auflage des Fachkongresses – die für 2020 geplant ist – geht es dann vermutlich noch höher hinaus.

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Mit circa 120 Besuchern – vorwiegend Architekten, Ingenieuren und Holzbauern – kamen nahezu doppelt so viele Teilnehmer wie bei der ersten Auflage im Vorjahr.

Energieexperte Florian Zösch von der gastgebenden Dennert Baustoffwelt erläuterte die Vorteile von speziellen Fertigteil-Betondecken im Hybridbau.

Immer höher hinaus – der Hybridbau stößt in neue Dimensionen vor.

Der Fachkongress im Steigerwald-Zentrum im fränkischen Handthal ist auf dem Wege zur Dauerreinrichtung.