Erstes Lehmklima-Symposium

Lehm in der Wandgestaltung, Heizung und Kühlung

Das Bauen mit Lehmbaustoffen hat angesichts der aktuellen Klimadiskussion eine besondere Bedeutung gewonnen. Die hervorragenden Umweltdaten sprechen für sich. Auch seine bauphysikalischen und raumklimatischen Eigenschaften machen das uralte Baumaterial Lehm gleichzeitig zu einem der modernsten Baustoffe. Diese zwei entscheidenden Aspekte zogen sich wie ein roter Faden durch alle fünf Beiträge des ersten Lehmklima-Symposiums am 24. Oktober.

Mehr als 50 Architekten, Fachplaner und Verarbeiter besuchten das Lehmklima-Symposium in der Handwerkskammer Frankfurt. Das Themenspektrum umfasste sämtliche Aspekte modernen Bauens mit Lehm, von der Wohngesundheit über Bauphysik bis zur Gebäudetechnik. Highlight der Veranstaltung war das innovative Lehmklima-System von ArgillaTherm. Das multifunktionale, patentierte System mit Hochleistungs-Lehmmodulen ist als Deckenkühlung, Deckenheizung und Wandheizung hochinteressant. Es erfüllt bis zu fünf Funktionen auf nur einer Fläche: Heizen, Kühlen, Feuchteregulierung und Luftreinigung sowie angenehme Akustik. Dazu sind wassergeführte und elektrische Varianten verfügbar.

Professor Christof Ziegert, Vorstandsmitglied im Dachverband Lehm e.V., erläuterte die Vorteile der Lehmbauweise für Alt- und Neubau. Insbesondere die positive Auswirkung auf das Raumklima und die bautechnischen Vorzüge. Lehm ist schadstofffrei und in hohem Maße in der Lage, Luftschadstoffe und Gerüche zu binden. Auch Feuchteschwankungen werden ausgeglichen.

Ulrich Röhlen von Claytec demonstrierte die gestalterische Vielfalt und Leistungsfähigkeit von Lehmputzen und Lehmoberflächen. Er zeigte unter anderem die Möglichkeiten von Lehmfeinputz mit einer Farbpalette von 146 Tönen und unterschiedlichen Oberflächentechniken. Zudem erklärte er die Einsatzmöglichkeiten von Lehm im Trockenbau, z.B. von Lehmbauplatten als wohngesunde Alternative zu herkömmlichen Gipskartonplatten.

Physiker Meinhard Stalder erklärte zunächst die Wirkungsweise und Effizienz von Flächenheizungen und ging dabei auf die Eigenschaften unterschiedlicher Systeme wie Fußboden-, Wand-, und Deckenheizung ein. Er betonte besonders die raumklimatischen Vorteile von Deckensystemen, deren Konvektionsanteil nachweislich gegen Null geht. Somit werden ungesunde Staubverwirbelungen vermieden.

Mit einer Innovation wartete Axel Lange von ArgillaTherm auf. Das niedersächsische Unternehmen entwickelt und produziert modulare Lehmklima-Systeme zum Heizen und Kühlen von Gebäuden. Hochleistungs-Lehmmodule bilden das Herzstück und sind aufgrund der Zusammensetzung aus überwiegend dreischichtigen Tonmineralien verantwortlich für die extreme Sorptionsfähigkeit des Systems. Das wurde von der Materialforschungs- und -prüfanstalt (MFPA) an der Bauhaus-Universität Weimar gemessen und zertifiziert. Durch den enormen Feuchtigkeitsumschlag werden auch die bekannten positiven Eigenschaften vom Lehm wie z.B. Schadstoff- und Geruchsbindung vervielfältigt. Das ist insbesondere bei Kühlsystemen ein ganz entscheidender Vorteil, denn „selbst wenn Kondenswasser entsteht, wird es durch die Lehmmodule sofort aufgesaugt, zwischengespeichert und bei abfallender Luftfeuchte wieder in den Raum abgegeben“, erläuterte Lange.

Aufgrund des hervorragenden Feedbacks der Teilnehmer ist eine zweite Auflage des Lehmklima-Symposiums bereits in Planung. Weitere Informationen gibt es auf www.argillatherm.de.

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ArgillaTherm GmbH
Wagenstieg 9 – 37077 Göttingen
Tel.: (+49) 55 1 / 389356 – 0
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Bauphysiker Dr. Meinhard Stalder (re.) von ArgillaTherm im Gespräch mit interessierten Teilnehmern des Lehmklima-Symposiums.

ArgillaTherm-Geschäftsführer Axel Lange bei seinem Vortrag über das patentierte Lehmklima-System.

Mehr als 50 Architekten, Fachplaner und Verarbeiter besuchten das Lehmklima-Symposium in der Handwerkskammer Frankfurt.

Das erste Lehmklima-Symposium war eine gemeinsame Schulungsveranstaltung von ArgillaTherm und Claytec.

Hochleistungs-Lehmmodule zum wohngesunden und energieeffizienten Heizen und Kühlen.

Aufbau des wassergeführten Lehmklima-Systems zum Heizen und Kühlen.

Herzstück des patentierten Lehmklima-Systems sind die Hochleistungs-Lehmmodule. Die überwiegend dreischichtigen Tonmineralien sorgen für die extreme Sorptionsfähigkeit des Systems.

Die enorme Sorptionsfähigkeit des Systems wurde von der Materialforschungs- und –prüfanstalt (MFPA) an der Bauhaus-Universität Weimar gemessen und zertifiziert.

Das Lehmklima-System nimmt Tauwasser sofort auf, speichert es und gibt es bei abfallender Luftfeuchte wieder in den Raum ab.